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Friends for dogs e.V.

16. Januar 2020

Hier ist wieder ein wenig mehr Ruhe eingekehrt. Mada hat uns jede Menge neuer Hunde geschickt, die nach und nach online gehen. Im Hintergrund wird an einer neuen HP gearbeitet, es wird aber noch ein wenig dauern, bis alles online gehen kann.

Dieses Jahr  bringt eine Menge an Veränderungen mit sich und stellt uns vor neue Herausforderungen. Gern hätten wir darauf verzichtet, aber es scheint so, als hätte alles eine Art Verfallsdatum und man wird wieder auf Null gesetzt. Immer wieder zeigt sich, dass der Mensch das größte Problem ist und die Tiere darunter zu leiden haben. Der Mensch tritt an und schreibt sich auf die Fahne Tierschutz zu betreiben, aber allzu oft geht es ihm nur um sich selbst oder die Umstände führen dazu, dass sich Menschen verändern.

Wir können leider nicht so konkret werden wie wir gerne würden. Diejenigen von euch, die uns besonders nahe stehen werden wir in einem gesonderten Brief informieren.

Ergebnis dieser Veränderungen ist jedenfalls, dass wir nicht mehr auf die Unterstützung des Tierheimes in Pfungstadt zählen können, leider. Dies hat nichts mit den Mitarbeitern zu tun, ganz im Gegenteil. Wir möchten  an dieser Stelle danke sagen. Danke für all die Hunde und vor allem für die Katzen, die so ein neues Zuhause und damit eine Zukunft bekommen haben.

Wir verlieren damit einen zuverlässigen Partner und bedauerlicherweise unsere einzige Option für die Katzen in der Perrera, ein herber Verlust. Auch die Situation in München hat sich leider nicht wieder stabilisiert. Dies hatte sich ja schon im letzten Jahr herauskristallisiert. ​Wir selbst haben ja leider keine Möglichkeit Tiere aufzunehmen, der erhoffte Lottogewinn ist leider noch ausgeblieben.

​Die Statistik der im letzten Jahr aufgenommenen Katzen macht die Dramatik nochmal deutlich.

Hier einmal die Zahlen:

Aufgenommene Katzen gesamt

269

Rückgabe

17

Kolonien oder gesicherte Gelände

33

Adoptionen in Spanien

89

Übernahme Ausland

46

Verstorben

87

In 2019 wurden insgesamt 500 Tiere aufgenommen, im Jahr 2018 waren es noch 365. Wobei die Anzahl der Hunde gesunken und die der Katzen gestiegen ist.

Die Statistik sagt auch, dass die Anzahl der Katzen ab Februar wieder steigen wird.

Jede 3. Katze wird ein Opfer der Umstände, Verletzungen, Krankheiten etc. fordern viele Opfer, zu viele. Besonders hoch ist die Sterberate bei den Katzenbabys. Ihr Immunsystem ist noch zu schwach und auch zu frühes Impfen ist eher kontraproduktiv.

Eine Lösung ist leider nicht in Sicht. Auch die Fertigstellung des Katzenhauses wird an dieser Tatsache wohl nichts ändern.

Geplant ist jedoch nach Fertigstellung, dass der Tierarzt einmal im Monat in die Perrera kommt und die Rüden und Kater vor Ort kastriert. Dies wird aber nur funktionieren, wenn wir dies finanzieren können. Die Kosten pro Kastration bleiben gleich, aber die Transportwege entfallen. Wichtig ist auch, dass die Tiere von der Straße kastriert werden.

Wir haben zwar noch ein kleines Polster, allerdings hatten auch wir hier die letzte Zeit noch einige Tierarztkosten zu begleichen. Zudem haben wir zugesagt, die Pensionskosten für Clara und den kleinen Bobi zu übernehmen. Geleiches gilt für die Kosten von Ali.

Dennoch werden wir alles daran setzen helfen zu können.

​Ein erster Ansatz ist die Finanzierung der Rechnung in Höhe von 242,28 € für die Impfstoffe.

Yasmin, die auch als kleines Baby in die Perrera kam, und Zamira wurden kastriert.

Nuri, die schon ein Zuhause gefunden hat, und Pina, die noch immer auf ein neues Zuhause wartet wurden ebenfalls kastriert. Sobald sich Pina erholt hat werden noch die Platten aus ihrem Bein operiert.

Traurig, dass sie immer wieder nach den Eingriffen hinter Gitter muss.

Hinter Gitter musste auch Dalma nachdem sie einfach am Tor der Perrera angebunden wurde.

Leider ist sie nicht der einzige Neuzugang. Ein trauriges Bild bietet auch Salina, die wohl ihr Leben als Zuchthündin verbracht hat. Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen.

Alle Tiere haben ihre Geschichte, die wir häufig nie erfahren werden. Es wird noch eine Zeit dauern, bis wir alle vorgestellt haben. Eines ist aber schon jetzt klar, wir brauchen dringend neue gute Zuhause für unsere Vierbeiner.

Ein paar Hilfsgüter haben wir auch auch wieder bekommen. Danke an Time for dogs, die einen Flyer ausliegen haben und uns so immer wieder unterstützen.

Damit sind wir leider beim nächsten Problem angekommen. Den Transport über die Spedition, die uns immer mal wieder eine Palette kostenlos transportiert hat, wird es leider nicht mehr geben können. Damit bleibt nur ein relativ teurer Transport. Wir werden hier natürlich versuchen nach einer preiswerteren Lösung zu suchen.

Es gibt aber auch Positives zu berichten. So heilen die Wunden von Clara dank der Pflege von Eva sehr gut.

Der kleine Bobi, der ebenfalls in der Pension untergebracht ist, hat ein Bad genommen. Der kleine Hundemann sieht wirklich ganz bezaubernd aus. Hoffentlich findet er schnell ein liebevolles Zuhause.

Dieses schöne Bild möchten wir euch auch noch mit auf den Weg geben.

Annie ist eines der Kätzchen, die gerettet werden konnten und ihre Reise nach Deutschland antreten konnte. Zweimal hatte die Kleine einen Darmvorfall, aber der Kampf für das Kätzchen hat sich gelohnt. Sie wird geliebt und kann ein glückliches Leben führen.

Zum Schluss noch etwas in eigener Sache.

Pippi ist letzte Woche in eine neue Welt eingetaucht, die Welt der Finsternis. Vor ein paar Wochen hat sich seine Linse gelöst und verschoben, der Grund dafür ist ein kleiner Tumor im Auge.

Vor ein paar Tagen ist ist auch das zweite Auge erblindet.

Wir hoffen, dass der kleine Mann noch ein paar schöne Tage, Wochen oder Monate hat.

Hier noch eine unglaubliche Geschichte.

Da das zweite Auge natürlich nochmal untersucht werden sollte, zumal es auch schmerzhaft war, also zum Tierarzt, bzw. Tierärztin.

Diese Tierärztin hatte Pippi schon bezüglich seines Herzens und auch des anderen Auges behandelt.

Beil letzten Besuch hatte ich eine kleine Auseinandersetzung bezüglicher einer Untersuchung mit der Dame.

Pippi bekommt seit Monaten Herzmedikamente. Diese wurden aufgrund einer eingehenden Untersuchung incl. Röntgenbilder verschrieben. Nachdem wir neue Tabletten haben wollten, wurde uns gesagt, dass nach geltendem Gesetz eine Ultraschalluntersuchung Pflicht für die Abgabe der Tabletten ist.

Erwähnenswert sei zu sagen, dass es keinerlei Veränderung wie Husten oder erhöhte Atemfrequenz gab, also alles im grünen Bereich.

Auf den Einwand, dass es damit doch nur ums Geldmachen ging, wurde entgegnet, dass wir ja die Wahl hätten, entweder die Untersuchungen oder keine Tabletten. Die Wahl sollte also darin bestehen, dem Hund die Medikatin vorzuenthalten oder eine teure Untersuchung zu bezahlen.

Der Einwand, dass dies "früher" auch nicht gemacht wurde. Darauf die Ärztin: "Früher wurden Narkosen auch mit einem Holzhammer gemacht." Wir: "Das kenne ich nicht, kennen Sie das?"

Letztlich haben wir sowohl das Röntgenbild als auch die Ultraschalluntersuchung machen lassen.

Als wir nun wegen des Auges wieder dort waren, wurde uns mitgeteilt, dass Frau Doktor eine Weiterbehandlung von Pippi ablehnt, weil ich die Dinge immer hinterfragen würde und alles immer ganz genau wissen wollte.

Also sind wir zum Tierarzt der anderen Hunde gegangen, Geschichte kurz erzählt und ... hier wusste man zwar von der neuen Gesetzesregelung, die aber nur besagt, dass das Tier vorgestellt werden muss, aber lt. Aussage des Tierarztes keinen Ultraschall oder Röntgen vorschreibt.

Hier ging es wohl einzig darum ordentlich Geld zu machen. Wenn man sich überlegt, dass gerade ältere Menschen sich diese Geld vom Mund absparen müssen, weil hier nur die Gier im Vordergrund steht, unglaublich.

Es geht hier auch nicht darum, dem Hund wichtige Untersuchungen oder Behandlungen vorzuenthalten, sondern lediglich darum, zu wissen warum, wieso und weshalb. Jeder sollte Fragen stellen. Niemand ist perfekt, auch kein Arzt oder Tierarzt, fragt, schaltet euren Kopf ein.

Vertrauen ist natürlich wichtig, blindes Vertrauen hingegen kann gefährlich werden.

Wir wünschen euch allen einen guten Start ins Wochenende.

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